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August 28, 2008, 10:52:40 *
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Autor Thema: Arbeitszeugnis so richtig geschrieben?  (Gelesen 160 mal)
Gast
Gast


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« am: August 05, 2008, 16:27:26 »
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Hallo,
ich habe meinen Arbeitsvertrag in der Probezeit nach 5 Monaten gekündigt und muss nun mein Arbeitszeugnis selber schreiben. Einen neuen Arbeitsplatz habe ich nicht. Könnt ihr über meinem Arbeitszeugnis vielleicht mal drüber schauen und Kritik abgeben.

Frau x zeichnete sich durch eine sehr hohe Einsatz- und Leistungsmotivation aus, die in sehr vielen Fällen das übliche Maß weit übersteigt. In ihre Tätigkeitsfelder arbeitete sie sich äußerst schnell und kompetent ein und repräsentierte innerhalb kurzer Zeit eine sehr wertvolle und anerkannte Ansprechpartnerin unseres Unternehmens.

Frau x überzeugte durch absolute Loyalität, großes Einfühlungsvermögen und vielfältige weiterführende Innovationen. Ihre Effizienz, Zielstrebigkeit und konstant große Zuverlässigkeit waren Kennzeichen ihres weit überdurchschnittlichen Leistungsniveaus. Ihr Vorgehen war stets bestens durchdacht, sehr verantwortungsbewusst und serviceorientiert. Auf dieser Grundlage waren ihre Arbeitsergebnisse jederzeit sehr gut und von hohem Bestand. Besonders anerkennend nennen wollen wir ihre absolut fehlerfreie Verwaltung aller Daten.
Mit allen Ansprechpartnern kam Frau x gut zurecht und begegnete ihnen stets mit ihrer freundlichen, offenen und zuvorkommenden Art. Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war stets einwandfrei.
Frau x verlässt leider unser Unternehmen mit dem heutigen Tage auf eigenen Wunsch. Wir bedauern ihr Ausscheiden sehr, da wir mit ihr eine gute Fachkraft verlieren. Wir können sie als Mitarbeiterin sehr empfehlen. Wir danken ihr für ihre stets guten Leistungen. Für ihren weiteren Berufs- und Lebensweg wünschen wir ihr alles Gute und weiterhin viel Erfolg.


Vielen Dank.
Ich hoffe mir kann jemand weiterhelfen.
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Kalli66
Gast


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« Antworten #1 am: August 06, 2008, 18:45:41 »
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Das Zeugnis enthält einige missverständliche Aussagen. Wenn du schreibst "und repräsentierte innerhalb kurzer Zeit eine sehr wertvolle und anerkannte Ansprechpartnerin unseres Unternehmens", meinst du dann, du hast eine Kollegin vertreten (repräsentiert), die sehr wertvoll war, oder warst du selbst nach kurzer Zeit eine sehr wertvolle Repräsentantin? Wenn du letzteres meinst, ist das falsch ausgedrückt. Wenn der erste Fall gemeint ist, dann ist es ungewöhnlich, im Zeugnis andere Personen zu bewerten. Mehrer Aussagen passen nicht zur kurzen Beschäftigungszeit, z.B. "und von hohem Bestand" oder "vielfältige weiterführende Innovationen...", das klingt nach der Lebensleistung eines Ingenieurs. Also wenn du nur 5 Monate beschäftigt warst, ist das vielelicht etwas hoch gegriffen?! Zumindest ist es erklärungsbedürftig.   

Insgesamt wirkt der Text sehr unstrukturiert, für die Zeugnisstruktur gibt es ja recht strenge Regeln. Keinesfalls solltest du Leistungs- und Verhaltensaspekte vermischen. Mit Begriffen wie "Einfühlungsvermögen" musst du aufpassen, die gibt es in Zeugnisses eigentlich nur im Zusammenhang mit ---ueller Belästigung (siehe Geheimcodeliste unter http://www.arbeitszeugnis.de/presse/geheimcodeliste.pdf). Unverzichtbare Angaben fehlen, z.B. zum Wissen, zu Fähigkeiten und zur Gesamtnote. Mehr kann ich dazu nicht sagen, da ich den Beruf und die spezifischen Anforderungen nicht kenne. Generell: Eigenentwürfe sind erfahrungsgemäß die  "schlimmsten" Zeugnisse, weil man als unerfahrener Arbeitnehmer bei der recht knifflichen Zeugnissprache natürlich zwangsläufig Fehler macht. Es gibt bei arbeitszeugnis.de Hilfsangebote, dort kannst du deinen Eigenentwurf verbessern lassen, siehe www.arbeitszeugnis.de/ueberarbeitung2.php

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