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Autor Thema: Hilfe bei Arbeitszeugnis mit 2 Zeitverträgen  (Gelesen 148 mal)
benacus
Gast


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« am: September 10, 2008, 14:50:15 »
ZitierenZitat

Hallo,

mein Sohn hat gestern sein Arbeitszeugnis erhalten und ich finde es ein wenig dürftig und mir fehlt auch der richtiger Abschluss :-(
Deshalb bitte ich um Hilfe.

Er hatte 2 Zeitverträge für insges. 17 Monate. Leider wurde er (und einige andere) nach dem 2. Zeitvertrag wegen schlechter wirtschaftlicher Lage (rückläufiger Zahlen) nicht in eine Festanstellung übernommen :-(
Da sein Vorarbeiter ihn aber trotzdem nicht verlieren wollte, hat er sich dafür eingesetzt, dass er in dem Werk (erstmal!?) als Leiharbeiter (es sind so noch mehr beschäftigt) weiter arbeiten kann. Wenn mein Sohn nicht gut genug gearbeitet hätte, dann hätte der Vorarbeiter sich auch nicht so dafür eingesetzt.

**************************************

Zeugnis

Herr ..., geb. am .... in ..., war in unserem Unternehmen vom ... bis ... als Montagehelfer in der .....produktion beschäftigt.

Herr ... wurde in der Maschinenhalle der .....produktion eingesetzt. Zu seinen Aufgaben als Maschinenführer gehörte die Bedienung der ....maschine. Herr ... war in der Lage nach Schnittplänen und Zeichnungen zu arbeiten.

Herr ... führte die ihm übertragenen Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit aus.

Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war höflich und korrekt. Er war immer hilfsbereit und zuverlässig.

Wir wünschen Herrn ... für die berufliche wie private Zukunft alles Gute.

**************************

Irgendwie finde ich es notdürftig und es wurde auch nicht erwähnt, dass er zwischendurch auch als Gabelstapler-Fahrer eingesetzt wurde, da sonst keiner das Material holen konnte.

Und dann fehlt mir als Abschluss eine Begründung warum er nicht übernommen wurde. Ist das nicht wichtig für den nächsten Arbeitgeber zu wissen, dass es an der wirtschaftlichen schlechten Lage lag und nicht an dem Mitarbeiter?

Schon jetzt vielen Dank für die Hilfe

Gespeichert
Sprossel78
Gast


E-Mail
« Antworten #1 am: September 10, 2008, 17:07:01 »
ZitierenZitat

Hast du das Zeugnis schon mit der Checkliste (siehe oben) verglichen? Dann fällt dir auf: Der Leistungsteil eines Zeugnisses besteht generell aus den drei theoretischen Aspekten Engagement (Abschnitt 1), Fähigkeiten (Abschnitt 2) und Fachwissen (Abschnitt 3), deren praktische Umsetzung dann mit der Arbeitsweise (Abschnitt 4) und dem allgemeinen Arbeitserfolg (Abschnitt 5) bzw. den konkreten Erfolgen (Abschnitt 6) bewertet wird. Der Leistungsteil endet mit der Leistungszusammenfassung mit dem Grad der Zufriedenheit, anschließend erfolgt die Bewertung des Verhaltens.

Im genannten Zeugnis gibt es nur die Leistungszusammenfassung, alle anderen Wertungen fehlen. So macht die "Leistungszusammenfassung" natürlich keinen Sinn. Und in Zeugnissen bedeuten solche Leerstellen/Lücken, dass die Leistung nicht ausreichend war. Wird also die Motivation/das Engagement nicht bewertet, war der Beurteilte nicht engagiert/motiviert. Das gleiche gilt auch für die anderen fehlenden Aspekte (Fähigkeiten, Wissen...).
Allein das Fehlen von Dank und Bedauern am Ende ist schon ein Hinweis auf erhebliche Probleme. Was sich generell empfiehlt ist, eine professionelle Auswertung wie den Zeugnistest mit Formulierungsvorschlägen anzufordern (siehe www.arbeitszeugnis.de/zeugnistest.php). Der nennt dann auch die fehlenden Aussagen und liefert eine fundierte Argumentatiuounsgrundlage, wenn man mit dem Arbeitgeber über die Verbesserung des Zeugnisses sprechen will.  
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