Das Deutsche Zeugnisforum
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November 21, 2008, 14:09:01 *
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Autor Thema: was meint ihr? Arbeitszeugnis...  (Gelesen 226 mal)
Tom
Gast


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« am: September 12, 2008, 09:42:37 »
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Ich habe ca. 10 Jahre bei der Firma gearbeitet und würde gern Eure Meinung wissen.

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Während seiner mehrjährigen Tätigkeit bei der Firma XY hat sich Herr XY ein breites, detailliertes und aktuelles Fachwissen angeeignet und dieses in der Praxis wirksam angewendet. Die angebotenen Weiterbildungsveranstaltungen nutzte er mit Erfolg zu seiner beruflichen Weiterentwicklung. Auch in schwierigen Situationen zeichnete er sich durch eine schnelle Auffassungsgabe aus. Herr XY war ein belastbarer Mitarbeiter, der seine Aufgaben termingerecht erledigte. Die Arbeitsbereitschaft und Arbeitsqualität waren konstant gut. Besonders positiv zu würdigen ist seine große Flexibilität, aufgrund derer Herr XY disponibel einsetzbar war.

Zusammenfassend können seine Leistungen mit gut beurteilt werden. Seine Aufgaben hat er stets zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt.

Mit Vorgesetzten und Kollegen hat er gut zusammengearbeitet. Auch sein Verhalten gegenüber unseren externen Gesprächspartnern war stets einwandfrei.

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Was meint Ihr? Ich persönlich finde das Vehalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen nicht so gut... oder sind noch andere Tücken drin?
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Tom
Gast


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« Antworten #1 am: September 12, 2008, 09:55:04 »
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Das Arbeitsverhältnis endete anlässlich eines Betriebsübergangs ....

Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um ihm für die geleistete Arbeit zu danken. Für seinen weiteren beruflichen Werdegang wünschen wir alles Gute.
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Tom
Gast


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« Antworten #2 am: September 12, 2008, 09:59:03 »
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habe noch einen Fehler beim abtippen gemacht:

richtig ist:

Für seinen weiteren beruflichen und privaten Werdegang wünschen wir alles Gute.
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Demel
Gast


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« Antworten #3 am: September 13, 2008, 06:40:07 »
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Bei zehn Jahren ist das vermutlich das wichtigste Zeugnis in deinen Bewerbungsunterlagen. Ich weiß zwar nicht um welchen Beruf es geht, aber vor allem in den Abschnitten Fähigkeiten und Erfolge sollte das Zeugnis viiieeel ausführlicher sein. Das sind im Moment nur pauschale Textbausteine im Notenbereich 2-3. Hier im Forum soll es aber um konkrete Fragen gehen (siehe Nutzungsbedingungen oben). Eine Checkliste zum Selbstprüfen und eine komplette Analyse mit Formulierungsvorschlägen gint es hier: www.arbeitszeugnis.de/zeugnistest.php.  
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Tom
Gast


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« Antworten #4 am: September 13, 2008, 11:03:38 »
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Danke erstmal für die Antwort, ich habe das Systembetreuer/ DV-Koordinator gearbeitet. Wie kann ich meinen Anspruch auf ein ausführlicheres Zeugnis durchsetzen? Tschuldige für die Frage, aber ich habe noch nie woanders gearbeitet und wäre da auch geblieben, wenn dieser Betriebsübergang nicht gewesen wäre.

Soll ich meine Bitte direkt an die Personalstelle richten? Gehe ich da Gefahr, dass es unter Umständen durch Ausführlichkeit schlechter wird?

Bin total ungeübt in diesen Dingen... das war öffentlicher Dienst... da kommt man normalerweise rein und geht da nur im Rentenalter oder dem Tod raus...  :-)
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Demel
Gast


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« Antworten #5 am: September 13, 2008, 20:49:49 »
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da kommt man normalerweise rein und geht da nur im Rentenalter oder dem Tod raus...  :-)
Na, das hört sich ja auch nicht grade erstrebenswert an ... ;-)

Es gilt ja das ungeschriebene Gesetz, dass ein Zeugnis für eine Beschäftigungszeit von unter zehn Jahren möglichst zwei DinA4-Seiten nicht überschreiten soll. Aber dein Zeugnis passt ja salopp gesagt auf eine Briefmarke.
Eine Zeugnisanalyse wie der Zeugnistest von arbeitszeugnis.de schafft erstmal Klarheit, was genau fehlt.  Es gibt ein neues Urteil des Bundesarbeitsgerichts, das nochmal ganz klar sagt, dass nichts im Zeugnis fehlen darf, was ein potentieller neuer Arbeitgeber erwarten würde. Das Urteil findest du bei arbeitszeugnis.de in der Urteilsdatenbank unter "Leerstellen". Ich denke, man muss bei zehn Jahren weit über diese pauschalen Stanbdardphrasen hinausgehen und so würde ich selbst das auch dem Arbeitgeber gegenüber formulieren.

Der Satz "Besonders positiv zu würdigen ist seine große Flexibilität, aufgrund derer Herr XY disponibel einsetzbar war" klingt so als hätte man dich hin- und hergeschickt, je nachdem wo grad jemand gebraucht wird, quasi als Springer. Sehr verantwortungsvol klingt das nicht gerade. 

Und man kann doch viel ausfürlicher und mit mehr Wertschätzung auf die Leistung eingehen und z.B. das Analysevermögen bewerten, die Problemlösungsfähigkeit bzw. die Bewährtheit der erarbeiteten DV-Lösungen, die Erreichung vereinbarter Ziele, die erfolgreiche Projektarbeit (mit Beispielen). Es gibt bei arbeitszeugnis.de einige Musterzeugnisse, vieleicht ist das was passendes dabei. Man kann sich dort auch sein Zeugnis überarbeiten lassen, um es dem Arbeitgeber zusammen mit einer Auswertung nochmal zur Unterschrift vorzulegen. Bei der Zeugsnihotline (siehe oben) wird man dir sicher bei allen Fragen weiterhelfen können.
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