Man muss in einem Zeugnis nicht auf jedes zeitliche Detail eingehen, Wehrdienst oder Elternzeit werden z.B. oft nicht erwähnt, wenn es einen - gemessen an der Gesamtzeit - eher geringen Zeitanteil ausmacht und kein falscher Endruck von der Berufserfahrung entsteht. Die Pause sollte also generell nicht unbedingt am Ende der Beschäftigungszeit stattgefunden haben. Ein halbes Jahr Pause bei einer insgesamt dreijährigen Tätigkeit muss man denke ich nicht unbedingt erwähnen. Dementsprechend müssen auch nicht zwei Zeugnisse ausgestellt werden, schon gar nicht, wenn es um die gleichen Aufgaben geht.
Die Wochenstunden werden erwähnt, wenn es sich um eine erhebliche Reduzierung im Vergleich zur Vollzeit handelt. Das ist bei 10 Stunden natürlich gegeben. Aber dass dein Chef dir im Zeugnis 20 Wochenstunden bescheinigen würde, obwohl es nur 10 waren, glaub ich nicht. Ein Zeugnis ist eine Urkunde und das Vortäuschen doppelter Berufserfahrung kein Kavaliersdelikt. Sowas geht oft nach hinten los, z.B. wenn die Daten auf deiner Lohnsteuerkarte nicht mit deinen Angaben übereinstimmen.
Erfahrungsgemäß sind Eigenentwürfe übrigens die "schlimmsten" Zeugnisse von allen. Man kann unglaublich viel falsch machen und Arbeitgeber unterzeichnen das mitunter einfach, ohne sich Gedanken um die Glaubwürdigkeit zu machen. Es gibt bei arbeitszeugnis.de einige Hilfsangebote, z.B. die Zeugniserstellung nach deinen Vorgaben (
www.arbeitszeugnis.de/neuentwurf2.php).